Ich sehe was, was du nicht siehst.

akku – Autismus, Kunst und Kultur e.V.

akku e.V. setzt sich ein für die Sichtbarmachung von Künstlerinnen und Künstlern mit Autismus und deren Werke. Der Verein organisiert Ausstellungen, Lesungen und Kulturveranstaltungen und fördert den Dialog über Diversität im Kunstbetrieb und in der Gesellschaft.

Durch Ausstellungen werden Werke sichtbar gemacht, aus ihren ursprünglichen Verstecken geholt. Kunst, die in Privatwohnungen, Wohnheimen, Werkstätten und Künstlergemeinschaften und Kunstateliers produziert wird und allzu häufig ungesehen in Schubladen und Schränken, Mappen und Kladden bleibt.

Durch die akku-Ausstellungen begeben sich diese Werke und damit auch die KünstlerInnen plötzlich aus einem geschützten in einen exponierenden Raum, der für die Kunst gebaut wurde. Bilder, Texte, Musik und Videos mit Seltenheitswert stellten sich der Betrachtungsmöglichkeit, die ihr Eigenleben als Kunstwerk erst sichtbar macht.

Dies ist häufig eine neue Erfahrung für viele der KünstlerInnen und zugleich eine Chance zur Entdeckung der eigenen Wirksamkeit durch das Werk. Dieser Aspekt ist insofern von Bedeutung, als dass der zeitgenössische Kunstbetrieb sich bei der Beschäftigung mit der Kunst durchaus von der medialen Selbstvermarktung der Künstlerschaft leiten lässt. Indem sich KünstlerInnen mit Autismus diesem Mechanismus entziehen, sich durch ihr Werk jedoch gleichsam exponieren, werden Ausstellungen zu einem Experiment für den Diskurs über »Outsider Art« beziehungsweise »Art Brut« sowie über die Kunst und das Kunstmarketing selbst.
 

Eine Werkschau von Künstlerinnen und Künstlern mit Authismus

30. Juli -
6. November 2011
Osthaus Museum
Hagen

 

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akku
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